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Mein #Rammstein-Kommentar:
"Ein Konzertbesuch von Rammstein ist eine unmissverständliche Positionierung in diesem Kulturkampf. Wer heute zu einem Konzert der Skandal-Band geht, stellt sich ganz entschieden und bei vollem Bewusstsein auf die Seite der Rechtskonservativen. Wer hier tanzt, hat keinerlei Probleme mit toxischer Männlichkeit. Wer hier mitsingt, ist nicht abgestoßen von Frauenfeindlichkeit. Wer hier feiert, fürchtet sich vermutlich nicht vor brachialem Nationalismus.(...)

Früher konnten Rammstein-Fans die absurde Überwältigungsästhetik, die widerwärtigen Texte und die brachiale Musik ihrer Lieblingsband noch damit entschuldigen, dass all dies doch nur ein ironisches Spiel sei. Die letzten Wochen haben diese Entschuldigung endgültig ad absurdum geführt.

Aber man kann davon ausgehen, dass die Besucher eines Rammstein-Konzertes sich für nichts entschuldigen wollen. Ihr Besuch ist ein Statement. Auf ein Rammstein-Konzert zu gehen, ist wie AfD wählen. Das macht auch niemand aus Versehen."

#Lindemann #noafd

Der ganze Kommentar auf "stern+" (paid):
https://www.stern.de/kultur/rammstein--auf-ein-konzert-der-band-zu-gehen--ist-wie-afd-waehlen-33658038.html
Bei allem Reflex, Dir zuzustimmen, kommt hier ein zarter Widerspruch. (in 2 Teilen ;)

1. Es gibt Menschen, die bestehen darauf, das Kunstwerk vom Arschloch zu trennen (was bspw. Grundlage dafür ist, dass #MichaelJackson Songs noch gespielt werden)
2. Mir erscheint dieses halblogarhytmische Verknüpfen von Attitüden und vermeintlich starren Szenemerkmalen immer zu billig.

Erinnert mich an die Antwort, die mir junge Feministinnen einmal gaben, als ich sie fragte, warum sie #Deutschrap hörten (den sexistischen): das wäre für sie wie #Karneval für #Boomer - das war ihre Antwort. Die passte nicht in Deinen Text, oder?
This entry was edited (7 months ago)
@Erik H. (ring2) Ist ein Werk z.B. frauenverachtend, kann man einen Künstler schon dafür verantwortlich machen. Vor allem, wenn auch noch der Verdacht aufkommt, dass er auch in seinem Verhalten frauenverachtend ist.
Na klar. Das sehe ich genauso.

In deinem Ausschnitt verknüpfst Du aber das Werk, den Künstler, seine Rezipienten und die auch noch mit der #FCKAFD - und da sage ich: Vorsicht, so einfach ist das nicht. Das ist alles, was ich sage :)

(PS ich mag #Rammstein nicht; auch hielt ich das für mindestens problematisch, dieses Spielen mit NS-Ästetik)
ob man das immer dem Populismus gleich tun soll und alles in einen Topf wirft halte ich für falsch.

Wenn Menschen was falsches gemacht haben ob strafrechtlich oder moralisch, da sollte man die Diskussion suchen.

Alles in einen Topf zu geben verhindert das.
@Mischa Petschenig Rammstein drückt mit Werk und Handeln ein bestimmtes Weltbild aus. Da muss man sich entscheiden, ob man das finanziell und moralisch unterstützen will. Man muss sich fragen: sollen diese Menschen und dieses Weltbild mein Geld und meine Begeisterung bekommen. Wenn ich diese Frage mit ja beantworte, teile ich dieses Weltbild.
Sexuelle Gewalt gegen Frauen kann nichts Schlechtes sein. Eine Million Rammstein-Fans können sich nicht irren.

Und außerdem: Doktor Dick likes it sick.

#lindemann #rammstein
Sehr interessante Position. Hast du das Rammstein Video zum Lied "Angst" gesehen? Mich würde interessieren, wie dies für dich mit deinem Vorwurf zusammen passt.